Poverty's No Crime

Der Blick zurück in die Anfangstage von Poverty's No Crime reicht bis in das Jahr 1991. Damals begann eine junge Band im Bremer Umland anspruchsvolle und harte, jedoch melodiöse und sehr eigenständige Musik zu spielen. 31 Jahre, 8 Alben und unzählige Auszeichnungen später stehen Poverty's No Crime nun erneut auf der Bühne der Ziegelei, um ihr 30-jähriges Jubiläum standesgemäß nachzuholen!

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Pünktlich zum Bandjubiläum erschien "A Secret To Hide", das achte Album der deutschen Konstante im Prog-Metal / Prog-Rock. Dass es dieses Mal „nur 5 Jahre“ gedauert hat, bis die Band ein neues Album präsentieren kann und bei den Aufnahmen neue Wege beschritten werden mussten, liegt unter anderem an den Corona-Einschränkungen.
Nach dem erfolgreichen Vorgängers Spiral Of Fear im Jahr 2016 und der gemeinsamen Tour mit Psychotic Waltz war die Band schnell wieder zurück im Arbeitsmodus. „Die Band war wieder voll da“, fasst Sänger/Gitarrist Volker Walsemann die Situation zusammen. „Das hat uns richtig Auftrieb gegeben, nachdem wir so lange kaum aktiv gewesen sind. Wir haben viele Inspirationen aus dieser Zeit mitgenommen. Die großartigen Resonanzen auf das Album und dann wieder gemeinsam auf der Bühne zu stehen waren für uns die Hauptmotivation, dieses Album anzugehen und alle unsere Energie reinzustecken.“ Herausgekommen ist ein musikalisch facettenreiches Werk, das immer wieder Ausbrüche aus den Genre-Grenzen wagt. Es ist harte melodische Rockmusik, die mal mehr „Rock“ ist und auch mal deutlicher in Richtung „Metal“ geht. Die Band prägt ihren eigenen Stil, nimmt sich die Freiheit, ihre Songs detailreich auszuarbeiten. Dabei zeigen Poverty’s No Crime ein konsequentes Gespür für eingängige Melodien und sie wissen ihre Fähigkeiten an den Instrumenten immer in den Dienst des Songs zu stellen. Das Album beeindruckt durch viele Details, präzise ausgearbeitete Instrumentalpassagen und schlüssige, knackige Hooklines. Die Corona-Einschränkungen haben jedoch eine klassische Zusammenarbeit am neuen Material verhindert. „Wir haben uns in der Entstehungsphase nicht ein einziges Mal getroffen“, erinnert sich Volker dazu. Entstanden ist das Album dann komplett isoliert im Home-Recording während der Lockdown-Monate 2020. Geprägt von den individuellen Lebensrealitäten der Bandmitglieder, eingespielt in Schlafzimmer, Küche und Wohnzimmer zwischen Home-Schooling und der nächsten Zoom-Konferenz. Diese Arbeitsweise eröffnete neue Möglichkeiten. Volker sagt dazu: „Wir konnten die einzelnen Parts und Instrumente intensiver ausarbeiten und viel ausprobieren. Im Studio ist normalerweise keine Zeit dafür. Da kostet jede Minute Geld. In kein Poverty’s No Crime Album der Vergangenheit ist so viel Zeit geflossen. Wir sind alle musikverrückte Menschen, die immer noch einen drauflegen wollen. Das hat allen großen Spaß gemacht.“ - Und das ist auch auf A Secret To Hide deutlich zu hören!

Abgemischt und gemastert wurde erneut vom DGM-Gitarristen und Mastermind Simone Mularoni im Domination Studio in San Marino, der sich nach der ersten Vorstellung des neuen Materials spontan mit einem kurzen „Amazing stuff!“ bei der Band zurückmeldete. Dass Poverty’s No Crime und Mularoni mittlerweile ein eingespieltes Team geworden sind, zeigt die "Wall of Sound”, mit der das Album beeindrucken kann. Ein klarer beeindruckender Höreindruck, der allen Instrumenten Platz gewährt, aber auch mächtig Druck und Intensität hat. „Mit diesem Album wollen wir allen Menschen Mut und Selbstvertrauen geben in diesen schwierigen Zeiten“, erklärt Volker, der zu Beginn des Lockdowns 2020 anfing, die Texte zu schreiben. Einer Zeit, in der das Leben aller auf den Kopf gestellt wurde. „Musik ist für uns nicht nur Unterhaltung, sondern es ist intensiver Umgang in den eigenen Gedankengängen. Das drückt sich nicht nur musikalisch, sondern insbesondere auch in den Texten aus. Textlich verarbeite ich, was ich so keinem anderen Menschen sagen würde, aber durch die Musik sagen kann: Meine innere Haltung zum Leben. Gutes Beispiel dafür ist die Ballade Within The Veil als eine Ode an das Leben. Oder der Song Flesh And Bone, der meine Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende im persönlichen Umfeld aufgreift. In Grey To Green beschreibe ich ein Individuum, das sich sein Leben lang dazu verpflichtet fühlt, die Welt in einen besseren Ort - in ein grünes Paradies - zu verwandeln. Etwas zu schaffen, was größer ist als man selbst.“

Support: Deafcon 5

Große Gefühle gepaart mit Progressive Rock samt Einflüssen aus dem klassischen 70er Synthie Sound und kombiniert mit modernen Elementen, so lässt sich der DEAFCON5 Sound auf dem neuen Konzeptalbum „F.E.E.L.“ treffend zusammenfassen.

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Das dritte Studioalbum, das von Simone Mularoni, dem Mastermind der italienischen Prog Metal Band DGM, in dessen Fomination Studio (Archon Angels, Vision Divine, Secret Spheres) produziert und gemastert wurde, beschäftigt sich dabei mit den sieben Grundgefühlen des Menschen. Bei der Verschmelzung klassischer Elemente der Marke Pink Floyd oder Genesis mit progressiven Metal Passagen à la Queensrÿche, und Savatage werden nicht nur Fans der genannten Bands voll auf ihre Kosten kommen. 2008 gegründet nehmen DEAFCON5, bestehend aus Sänger Michael Gerstle, Gitarrist Dennis Altman, Keyboarder Frank Feyerabend, Bassist Heiko Heizmann und Schlagzeuger Nico Bruderhofer, vier Jahre später ihr erstes Album „High Deafinition“ auf. Direkt nach dem Release verließ Nico die Band und wurde durch Sebastian Moschüring ersetzt. 2016 veröffentlichen die Hamburger Musiker ihre zweite Platte „Track Of Dirt“, die sie im heimischen Tonbau 43 Studio produzierten. Die Songs werden detailreicher, auch durch die Verwendung von Samples und Loops. Ihr neues Konzeptalbum „F.E.E.L.“, das in einer anstrengenden, aber extrem experimentellen Aufnahmephase erneut im Tonbau 43 Studio entsteht, lassen sie anschließend von Simone Mularoni veredeln. Das ausgefeilte Konzept beschäftigt sich mit den sieben Grundgefühlen des Menschen in der Interpretation der beiden US-Psychologen Carroll Izard und Paul Ekman und wie eben jene das Handeln eines Jeden beeinflussen. Sieben der acht Songs befassen sich dabei jeweils mit Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit und Überraschung. Aus unterschiedlichen Genre-Blickwinkeln der Rockmusik kommend, formte die Band unbefangen ihren eigenen, abwechslungsreichen und wiedererkennbaren Stil. DEAFCON5 stehen für außerordentliche Begeisterung an der progressiven Musik, ins Ohr gehenden Melodien und ihrer Liebe zu Details. Das Ergebnis in Form ihres Konzeptalbums „F.E.E.L.“, dessen Artwork von Very Metal Art Designer Andy Pilkington (Threshold, Tomorrow’s Eve, Saxon) bildgewaltig in Szene gesetzt wurde, ist ein melodienreicher wie detailverliebter progressiver Rock Trip, der sich ggekonnt mit Metal verbindet und mit eingängigen Refrains sowie ausgefallenen Instrumentalparts glänzt.